Folge 007 – 10 Tipps um Dein Smart Home vor Angriffen zu schützen

Diese Folge des Podcast ist sehr umfangreich. Ich habe Dir deswegen eine übersichtliche Checkliste zusammengestellt, in der Du alle Tipps kompakt zusammengefasst findest.

Hier geht es zur Checkliste

Links zur Folge

Hier findest Du das Original Dokument des BSI

Transkript zur Folge

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (kurz BSI) hat in seinem Bereich für Endanwender unter anderem ein großes Whitepaper ausgegeben, wo es darum geht, wie man sein Smart Home oder das Internet der Dinge  Internet of things (IOT) vor Angreifern und Cyberattacken schützen kann. Dieses Whitepaper enthält 10 nützliche Tipps und Tricks, die ich jetzt mit Dir gerne einmal durchgehen möcht

Du findest das BSI Dokument hier.

Eine kurze Checkliste mit den Tipps findest Du hier.

Gehen wir die zehn Punkte einmal durch:

1. aktuelle Firmware Versionen

Als Erstes empfiehlt das BSI, dass du das Update oder die Firmware Deines Routers möglichst immer aktuell hältst. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Wenn Du beispielsweise eine AVM Fritzbox oder ähnliche Produkte im Einsatz hast, bietet der Router normalerweise auf der Benutzeroberfläche die Möglichkeit, das Betriebssystem automatisch updaten zu lassen. Zum Beispiel nachts. Du kannst in der Oberfläche also festlegen, dass automatisch um 2 oder um 3 Uhr nach einem Update geschaut wird, und automatisch installiert wird, während Du schläfst. So wird die Software immer auf dem neuesten Stand gehalten.

Die nächste Möglichkeit wäre, einfach auf der Herstellerseite zu prüfen, ob es neuere Update Versionen für Firmware deines Produktes gibt.  Es ist insbesondere bei den Smart Home Produkten die Du im Hause verwendest sehr wichtig dort mal regelmäßig zu schauen, ob entsprechende Updates verfügbar sind. Du kannst natürlich auch prüfen, wenn du für die benötigte Firmware auf der Herstellerseite für dein Produkt nicht fündig wirst, ob es bei älteren Produkten ggf. eine neue Version gibt, die verwendet werden kann. Bei älteren Routern wird häufig der Firmware Support irgendwann eingestellt so dass überlegt werden muss, das gesamte Gerät zu tauschen oder auf dem letzten Softwarestand zu bleiben. Mit Glück werden dann noch Sicherheitsupdates geliefert.

Das BSI empfiehlt das Auto-Update möglichst immer zu aktivieren. Ich halte das aber nicht immer für sinnvoll, denn:

  • Das Update kann unkontrolliert erfolgen. Das heißt, Du hast gar nicht mehr auf dem Schirm, wann es durchgeführt wird und bist vielleicht gerade nachts noch mal am Arbeiten,hast noch ein wichtiges Projekt zu erledigen oder benötigst das Internet sonst wie und auf einmal ist es weg, weil gerade das Auto Update durchgeführt wird um Deinen Router aktuell zu halten. Dann bist Du bis zu einer halben Stunde aufgeschmissen.
  • ein zweites Argument gegen dieses Auto Update ist, dass in manchen Betriebssystem Versionen bzw. Firmware-Versionen der Hersteller durchaus noch Fehler enthalten sind, wenn gerade neue Major Releases erfolgen. Dieses hat es schon häufiger gegeben und hat den Nebeneffekt, dass versteckte Fehler in den ersten Major Versionen dann ggf. große Auswirkungen haben. Stell Dir mal vor, es ist beispielsweise gerade ein Auto update vom Türschloss Deines Hauses durch und das ist fehlerhaft. Du kommst nach dem Urlaub zurück und kommst dann nicht mehr ins Haus, weil Du vor dem Urlaub vergessen hast, die Auto Update Funktion zu deaktivieren.

Wie kannst du es nun alternativ machen?  Ich persönlich mache es so, dass ich mir eine Checkliste baue, bzw. habe ich sie mir gebaut.  Dort sind alle meine Smart Home-, Internet- oder Computer Komponenten, die ich im Hause verwende entsprechend notiert. Ferner habe ich dort auch svermerkt, welches aktuelle Betriebssystem diese verwenden, so dass ich dann nur noch auf die Herstellerseite gehen muss –  den Link dort hin habe ich dann auch gleich mit in der Tabelle verlinkt – und schaue dort, ob es eine neue Version gibt, die ich herunterladen kann. Dann kann ich gezielt diese einzelnen Komponenten entsprechend updaten und bin damit für alle Komponenten auf dem neuesten Stand.  Dieser Weg ist für mich deutlich besser da

  • ich gezielt meine Updates durchführe,
  • weiß, wann ich sie durchführe und
  • ich im Vorfeld prüfen kann, ob es Fehler in der Firmware vor dem Update gibt, oder nicht.

2. Standardpasswörter

Wenn Du eine neue Komponente für Dein Smart Home kaufst, z. B. einen Router oder eine neue Zentrale oder was auch immer, dann wird diese üblicherweise mit einem Standardpasswort für die Administration ausgeliefert. Das könnte beispielsweise der Benutzername „Admin“ und das Passwort „Admin“ sein oder eine Zeichenfolge, die auf dem Typenschild hinten auf Deinem Gerät aufgeklebt ist. Dieses Passwort benötigst Du, damit Du dich das erste Mal auf diesem Gerät anmelden kannst und die Benutzeroberfläche des Gerätes nutzen kannst. Nun sollst du aber als erstes dieses Passwort oder auch dem Benutzer ändern. warum?

Häufig ist es so, dass die Komponenten vom Internet aus erreichbar sind. D. h. ein Angreifer könnte erst einmalherausfinden, welcher Router bspw. verwendet wird weil unter bestimmten Umständen auch die Information über den Hersteller oder das Gerät Angreifern übertragen wird.

Und man kann, wenn man die Bedienungsanleitung kennt,sehr schnell herausfinden, wie das Standardpasswort lautet. Insofern bitte dieses möglichst sofort ändern.

Was ist denn jetzt ein vernünftiges Passwort?

Am Einfachsten denkst Du Dir einen Satz aus. Nimm dann von jedem Wort des Satzes den Anfangsbuchstaben. Ein Beispiel:

„Der Smart Home Podcast ist der beste Podcast der Welt!

„D“ von „Der“, „S“ von „Smart“, „H“ von „Home“, „P“ von „Podcast“, „i“ von „ist“, „d“ von „der“, „b“ von beste“, Pvon Podcast“, „d“ von der“, „W“ von „Welt“ und „! Das wäre ein Passwort welches 11 Zeichen lang ist und lautet DSHPidbPdW!“

Dieses Passwort ist sehr kryptisch, Du kannst es Dir aber mit dem obigen Satz gut merken.

Alternativ gibt es natürlich auch die Möglichkeit mit Apps wie beispielsweise „Passwort Safe“ oder „One Password“ Dir eigene kryptische Passwörter generieren zu lassen. Manchmal ist das etwas tricky, weil dann in den Zeichenketten Zeichen sind, die nicht verwendet werden dürfen. Das musst Du dann händisch ändern. Probiere halt aus, welcher Weg für Dich der Beste ist.

Denke Dir auf jeden Fall für jedes Gerät (oder Account) ein individuelles Passwort aus. Denn wenn Dein Passwort bekannt geworden ist oder irgend wie gehackt wurde, ist zumindest nur ein Passwort weg und es kann nur ein Gerät gekapert werden und nicht gleich alle Geräte mit demselben Passwort.

Insbesondere bei Cloud Diensten an denen Du dich mit Benutzernamen (oder E-mail Adresse) und Passwort authentifizierst, solltest du auch möglichst unterschiedliche E-Mail-Adressen als Account verwenden. also für iCloud eine andere E-Mail-Adresse als für Google. warum?

Wenn einer dieser Cloud Dienste kompromittiert wurde – und wir hören ja jetzt häufiger dass beispielsweise Facebook Accounts gehackt worden sind oder tausende von Account Daten von Yahoo entwendet wurden – dann würde ein Angreifer auch versuchen diese Daten, die er erbeutet hat, auch für andere Accounts als Anmeldung zu verwenden. deswegen verwende für jeden Account individuelle Namen. Du kannst Dir auch unterschiedlich E-Mail-Adressen für die unterschiedlichen Accounts generieren.  Das kannst du bei deinem E-Mail Provider. Dort kann man 200-300 E-Mail Adressen dann teilweise frei als Alias Adressen oder eigene Postfächer hinzufügen. Du baust Dir dann für jedes Gerät oder jeden unterschiedlichen Dienst eine eigene E-Mail-Adresse die Du für die Anmeldung verwendest.

3. Die zentrale Firewall und Router Sicherheit

Hier geht es darum, dass Du genau festlegen musst, welche Verbindungen werden aus dem Heim Netz ins Internet benötigt und auch umgekehrt  welche Verbindung müssen vom Internet unbedingt in ein Heim Netz geöffnet sein. Du solltest dann alle anderen Verbindungen oder Dienste die du nicht brauchst auf deinem Router oder deiner Firewall deaktivieren.

Deaktiviere auch den Fernzugang wenn du ihn nicht brauchst oder anders realisieren kannst. Und wenn er nötig ist, dann auf jeden Fall nur verschlüsselt via „TLS“ oder VPN Verbindung.

Eine Firewall sollte auf jeden Fall aktiviert sein und möglichst restriktiv verwendet werden, das heißt Du musst auf jeden Fall darauf achten, dass du auf der Firewall nur die Ports öffnest, die du wirklich brauchst.

4. Verschlüsselte Kommunikation

Ganz wichtig ist auch, die WLAN-Verschlüsselung zu aktivieren und möglichst auf WPA2 zu konfigurieren. Dies ist noch der aktuelle Standard. Er wird aber kurzfristig von WPA3 abgelöst werden, da WPA2 mittlerweile auch geknackt werden konnte.

Geräte, die untereinander oder ins Internet kommunizieren,sollten auf jeden Fall dies nur über SSL, HTTPS oder TLS tun. Oder sie nutzen das proprietäre Internetprotokoll des entsprechenden Herstellers.

Sofern die Geräte über WLAN oder Mobilfunk in das Internet kommunizieren, achte immer auf eine AES Verschlüsselung mit mindestens 128, besser aber 256 Bit.

5. Beschränke das Netzwerk auf lokale Nutzung

Was heißt das?

Den Zugriff ins Internet solltest du nur dann gewähren, wenn es dringend erforderlich ist – sprich: nur die Verbindungen zulassen, die Du wirklich brauchst. Normalerweise ist es so, dass IOT Geräte („Internet-of-things“) oder deine Smart Home Geräte eigentlich gar keine Verbindung ins Internet benötigen. Diese brauchen sie nur dann, wenn sie mit einer Cloud sprechen. Aber bei vielen Geräten brauchst Du die Funktion gar nicht oder sie müssen gar nicht ins Internet kommunizieren um ihre Funktion zu erfüllen. Deswegen versuche die ausgehenden Verbindungen möglichst zu deaktivieren  und eingehende erst recht.

Zusätzlich solltest du an dieser Stelle auch „Ultra Plug-and-Play“ (UPnP) deaktivieren.

Was ist das denn? „Ultra Plug-and-Play“ ist eine Funktion am Router, die dafür sorgt, dass sich neue Geräte in Deinem Netzwerk problemlos mit Deinem Router verbinden können und eine ausgehende Verbindung ins Internet selbstständig einrichten können. Der Nachteil: Du verlierst die Übersicht darüber, welche Verbindungen raus gehen und welche nicht. Deswegen deaktiviere diese Funktion am besten oder gestatte sie nur den Geräten, von denen du weißt, dass sie sie benötigen. Dies sind z. B. manche Videodienste oder Videostream-Boxen, oder ähnliche Geräte.

Des Weiteren solltest du lieber den Fernzugriff sicher aktivieren – also eine VPN Verbindung aufbauen lassen –  anstatt deine Geräte über eine fremde Cloud mit deinem Mobilgerät zu verbinden um sie zu steuern. Es gibt da zwei Methoden:

  •  entweder erstellst Du ein VPN („Virtual Private Network“). Mit Hilfe eines VPN kannst du eine eingehende Verbindung von Deinem Smartphone zu deinem Router herstellen. Diese Verbindung ist kryptographisch gesichert und Du kannst damit –  als wärst du zu Hause in Deinem eigenen Netzwerk – auf Deine Ressourcen zugreifen. Nutze besser ein VPN, weil es eine wirklich gesicherte Verbindung ist und Du hast damit alle Verbindungen unter Kontrolle. Im Gegensatz zur Nutzung von Cloud Diensten. wo Du nicht unbedingt weißt wer dazwischen hängt,welche Verbindung nach draußen gehen und ob diese Verbindungen wirklich gesichert sind. Vielfach verwenden die Hersteller von Smart-Home-Geräten Cloud-Dienste vonGoogle oder anderen großen Anbietern. Damit hast du natürlich keine Kontrolle mehr wohin Deine Daten überallhin übertragen werden. 
  • Alternativ bieten manche Hersteller oder Apps selber eigene VPN Mechanismen an, oder Du kannst eine „Per App“ VPN Verbindung nutzen, die dir Deine Smart Home App oder ggf. der Router Hersteller als App zur Verfügung stellt.

6. VPN verwenden

Was ist ein VPN? 
VPN bedeutet „Virtual Private Network“. Bei einem VPN wird eine gesicherte Verbindung – man nennt diese auch „Tunnel“ –  von deinem Smartphone oder einen anderen Endgerät aufgebaut zu deinem Router. Damit hast Du dann die Möglichkeit auf die Ressourcen in Deinem Heimnetzwerk von Ferne aus zuzugreifen über diesen gesicherten Tunnel durch das Internet. Einen VPN-Zugang kannst du normalerweise auf Deinem Router einrichten. Wenn Du beispielsweise eine Fritz-Box besitzt, dann gibt es dort den extra Bereich „VPN“. Dort kannst Du ein VPN Gateway aktivieren und bekommst die Verbindungsdaten angezeigt, Diese kannst Du Dir die direkt in dein Smartphone übertragen und hast dann sehr einfach eine VPN-Verbindung aufgebaut, die gesichert ist und nach aktuellem Standard ausreichend Schutz bietet um sicher auf Deine Smart Home Geräte zuzugreifen.

Alternativ kannst Du natürlich auch Deinen PC als VPN Gateway nutzen. Das ist aber komplizierter einzurichten und sollte auch nur dann als Lösung in Betracht kommen wenn der Router diese Funktion nicht anbietet. Der Nachteil ist dabei, dass die eingehende Verbindung von außen schon durch den Router in Deinem Heimnetzwerk besteht bevor dieses VPN überhaupt aufgebaut ist und dadurch die Angriffsmöglichkeiten deutlich höher sind um von außen auf Dein Heim Netz zu kommen, als wenn die Verbindungen direkt am Router abgefangen würden.

7. Ein eigenes Netz für die Smart Home Geräte

Richte dir ein separates Heim Netz für Deine Smart Hone Geräte ein. Viele Router bieten heute die Möglichkeit an, ein, zwei oder auch drei WLans gleichzeitig parallel zu betreiben. Die Fritz-Box beispielsweise hat zwei Möglichkeiten. Zum Einen das normale WLan, bei dem auf Deine sensiblen Daten zugegriffen werden kann und zum Anderen das Gäste WLan. Man könnte nun überlegen, für Deine Smart Home Geräte die Funktion des Gäste WLans zu verwenden. Damit wäre Dein Heim Netz gegen die Smart Home Geräte abgeschottet. Das musst Du aber selber entscheiden. Gegebenenfalls musst Du dafür mehr planerischen Aufwand betreiben, da u. U. nicht alle Komponenten die Du verwendest WLAN unterstützen. Diese müssen dann ins kabel gebundene Netzwerk integriert werden. In einem solchen Fall kannst Du an Deinem Switch ein zweites Netzwerk aufziehen. das ist dann zwar deutlich aufwändiger aber es ist durchaus die sichere Möglichkeit, Dein Heim Netz vor Angriffen zu schützen.

Dann noch mein eigener Tipp:

Wähle für deine drahtlosen Netzwerke kryptische Namen. also für die SSID deines Netzwerkes. Kryptisch meint in diesem Fall Namen, die keine Rückschlüsse auf die Hersteller Deiner Hardware, Deiner Infrastruktur oder auf Dich selber zulassen. Damit erreichst du mehr Sicherheit, da Du es Angreifern schwerer machst, auf Deine Hardware zu schließen. Wenn das WLan bspw.Fritzbox9790″ oder einen ähnlichen Namen hat, dann braucht man im Internet nur nachgucken und findet die Bedienungsanleitung des Gerätes und weiß zumindest schon mal die Standard Passwörter dieses Routers. Außerdem kann man jetzt genauer recherchieren und herausfinden, welche Schwachstellen es für dieses Gerät gibt und wie es angreifbar ist.  Deswegen: achte bitte auf einen Namen des Netzwerkes der keine Rückschlüsse zulässt. 

8. Privatsphäre

Mach Dir Gedanken über die Privatsphäre. überlege Dir, welche Daten müssen in Clouds gespeichert werden und warum. Wo werden diese Daten gespeichert? Überlege Dir, dass du Dir für jede Cloud die Du verwendest  viele Smart Home Hersteller haben ja ihre eigenen Cloud-Dienste –  Du dort jeweils einen eigenen Account anlegst.

Warum? Wenn bei einem Cloud Dienstleister Deine Account Daten entwendet werden  was ja auch schon öfter vorgekommen ist – dann sind zumindest Deine anderen Cloud-Dienste noch geschützt weil das Passwort und die E-Mail nicht identisch sind.

Deswegen – Richte Dir am besten für jeden Cloud Dienst den Du verwendest, eine eigene E-Mail-Adresse bei Deinem Provider ein und gibt dann als Account-Namen nur diese E-Mail-Adresse an. Dadurch hast Du die Möglichkeit diese E-Mail auch einfach zu löschen, wenn sie zugespamt wird und Du brauchst nur für diesen einen Dienst eine neue E-Mail einrichten. Dieses ist ein Herzens-Tipp von mir, der sich schon häufig bewährt hat.

9. Physikalische Sicherheit

Achte darauf, dass USB oder Netzwerk Ports möglich nicht von außen direkt zugänglich sind.  also das ein fremder von außen deine Netzwerkkamera beispielsweise einfach abziehen kann und dann sein Notebook oder sein Smartphone daran anschließen kann.

Wenn ein Netzwerk von außen unbedingt erforderlich ist, und es keine andere Lösung gibt als die Anschlüsse zugänglich zu machen, dann erstelle unbedingt hierfür ein separates Netzwerk welches gesichert ist und von Deinem Heim Netz unabhängig funktioniert. Das heißt: Richte Dir entweder –  wenn du ein WLAN verwendest  ein eigenes WLAN für deine Außenkameras ein (ggf. mit einem separaten Router) oder wenn es ein physikalisches Netzwerk ist, richte einen eigenen Switch hierfǘr ein, der von dem Netz innen komplett getrennt ist, so dass die äußeren Anschlüsse nicht auf die internen Geräte zugreifen können. Man kann mit sogenannten Managed Switches eine Segmentierung von Netzen über sogenannte VLANs vornehmen. VLAN ist eine Funktion, womit Du Netze logisch trennen kannst. Dabei bekommt jedes Netz eine eigene Nummer (die VLAN ID) und es wird dann am Router eingestellt, welche Geräte zu diesem Netz gehören dürfen. Wenn dein Router oder Dein Switch das können, dann würde ich diese Funktion auf jeden Fall für die Außengeräte nutzen und dort eine Segmentierung vornehmen. Alternativ kannst Du natürlich auch Deine Firewall verwenden oder Du hast wie genannt einen Smart Switch um solche Segmentierung vornehmen zu können oder entsprechenden Ports freizugeben oder zu sperren. Auf der Firewall kannst Du dann natürlich direkt einstellen welche Geräte mit welchen anderen Geräten sprechen dürfen oder Verbindungen ins Internet aufbauen dürfen.

Des Weiteren solltest Du auf den verwendeten Ports, die von außen erreichbar sind, feste MAC Adressen hinterlegen. Das heißt, Du legst damit auf Deinem Router oder Switch fest, welche Geräte sich mit Deinem Netzwerk über diesen Port verbinden können. Eine MAC Adresse ist eine feste Adresse vom Hersteller die für eine Netzwerkschnittstelle vorgegeben ist. Sie besteht aus 6 Bytes. Es ist zwar möglich, diese Adresse zu ändern, aber prinzipiell muss der Angreifer die gültige Adresse des Gerätes, welches normalerweise an dem Anschluss hängt, erst einmal herausfinden – und das kostet Zeit. Die MAC Adresse enthält eine Hersteller Kennung und eine fortlaufende Nummer für ein Produkt. Damit wird eine eindeutige Kennung realisiert, die die entsprechende Netzwerkschnittstelle eindeutig identifiziert. Wenn Du nun an Deinem Router / Switch die MAC Adressen hinterlegst, die wirklich zu Deinem Netz gehören, dann können alle unbekannten Adressen geblockt werden. Das erhöht die Sicherheit Deines Netzes vor Angreifern auf jeden Fall deutlich.

Wenn möglich – sprich: wenn Deine Smart Home Komponenten das unterstützen –  solltest Du zusätzlich eine Authentifizierung in der Netzwerk integrieren. Dafür gibt es einen eigenen Netzwerk Standard um Geräten zu erlauben sich nur mit bestimmten Anmeldedaten am Netzwerk anzumelden und dadurch eine Freigabe und den Zugriff auf das Netz zu erhalten.Sofern Du diese Funktion nutzen kannst, erhöhst Du die Sicherheit in Deinem Netz und für Deine Daten immens.

Einige von den genannten Maßnahmen sind natürlich einzeln gesehen immer noch angreifbar, aber in Summe bilden sie doch schon einen sehr wirkungsvollen Schutz und Du solltest versuchen möglichst viele der genannten Aspekte in Deiner Netzwerkplanung zu berücksichtigen und umzusetzen.

10. Abwägung zwischen Sicherheit und Komfort

Was meine ich damit?
Du musst für Dich entscheiden welche Sicherheitsaspekte Du in Deinem Netzwerk mit integrierst. Der Gewinn an Sicherheit hat häufig aber den Verlust an Komfort zur Folge.  Ein Beispiel: Wenn Smart Home Komponenten die neue Features oder erweiterte Funktionen nur über einen Cloud-Dienst anbieten, Du entscheidest Dich aber aus Datenschutz Aspekten gegen die Nutzung von Cloud Diensten, dann kannst Du u. U. diese Dienste nicht nutzen. Dafür hast Du Dir aber einen Sicherheitsgewinn verschafft. Du siehst also, dass eine gründliche Abwägung, welche Aspekte Du berücksichtigst, bei der Planung für die Vernetzung Deiner Smart Home Komponenten sehr wichtig ist und sich langfristig auszahlen wird.

Das waren die zehn Tipps des BSI, die ich mit meinen Kommentaren ergänzt habe. Ich würde mich freuen, wenn Du viele dieser Tipps umsetzen kannst. Wenn Dir viele der genannten Möglichkeiten noch zu technisch sind und Du noch Fragen zu den Themen hast, dann kannst Du mir gerne eine E-Mail an info@smarthome-podcast.de schicken und ich werde Dir helfen, Deine Fragen zu klären. 

Du suchst noch mehr Sicherheit?

Alternativ habe ich nun am Schluss noch eine andere Möglichkeit, wie Du die genannten Tipps mit wenig Aufwand und ohne umfassende Netzwerkkenntnisse umsetzen kannst.

Wenn Du sagst: 

  • Das reicht mir alles noch nicht.“
  • „Ich will noch mehr für die Sicherheit in meinem Smart Home und meinem Heimnetzwerk tun“
  • „Gibt es nicht auch eine Lösung, die die Sicherheit meines Heimnetzes signifikant erhöht, ohne dass ich so tief in die Technik von Netzwerken einsteigen muss?“
  • „kriege ich das Alles nicht auch viel schneller und einfacher umgesetzt?

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Dabei musst Du kein Netzwerk Profi oder CyberSicherheits-Experte sein, um es einrichten zu können oder damit umgehen zu können.

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Auch wenn Du die Tipps oben schon mit anderen Mitteln umgesetzt hast, so empfehle ich Dir dieses Produkt auf jeden Fall dennoch zusätzlich zu den oben genannten Aspekten des BSI, da es Dein Netz aktiv überwacht und auf Angriffe überprüft. Durch die aktive Überwachung wirst Du direkt informiert, sobald in Deinem Netzwerk auffällige Kommunikation geschieht. Das ist ein deutlich höheres Schutz-Niveau als es nur die einzelnen Maßnahmen des BSI realisieren könnten. Deswegen

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