Folge 017: Wie soll Dein zukünftiges Smart Home aussehen?

Das Zielszenario – Die Vision Deines Smart Home

Heute geht es weiter in der Reihe Smart Home Projekte smart realisieren.

Ich will Dir zeigen, wie Du für Dich entscheidest, wie Dein zukünftiges Smart Home aussieht und welche Funktionen es benötigt.

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Transkript der Folge

Zur Auffrischung:

Wir haben in der letzten Folge dieser Reihe darüber gesprochen, warum es wichtig ist, Deine Ausgangssituation genau zu kennen und zu dokumentieren. Du kannst dort noch einmal nachhören, es war die Folge 013 – nachlesen kannst Du sie hier. Heute geht es darum, das Zielstenario für dein Smart Home zu finden und festzulegen.

Legen wir also los:

Nachdem wir uns mit der Ausgangssituation befasst haben und wissen, wo Du gerade aktuell mit deinen Smart Home Aktivitäten stehst, ist es nun an der Zeit, ein Zielszenario zu entwerfen, wie Du Dir Dein Smart Home vorstellst.

Zunächst hierzu ein paar vorab Bemerkungen:

  1. Wichtig ist hierbei der Blick über den Tellerrand hinaus.
    Was meine ich damit?
    Für eine nachfolgende Betrachtung, für welche Technik oder welches System Du Dich entscheidest, ist es wichtig vorher festzuhalten, welche Dinge Du umsetzen möchest. Ein Beispiel: Angenommen, Dir geht es in Deinem konkreten Fall darum, Deine Beschattung an den Fenstern zu automatisieren. Was wird dafür benötigt? Wenn man nun nur diese Anforderung betrachtet, dann würde es ausreichen, eine Steuereinheit, einen Helligkeitssensor, der die Außenhelligkeit misst und die Antriebsaktoren einzuplanen. Nun kann es aber sein, dass Du in einem nächsten Schritt überlegst, Deine Außenlichter zu steuern. Nun benötigst du an der Stelle, wo jetzt ein reiner Helligkeitssensor ist nun auch einen Bewegungsmelder. Da es diese auch mit Helligkeitssensoren gibt, wäre es natürlich sinnvoll gleich ein solches Kombielement zu planen.
  1. Mache Dir bei diesem Schritt Deiner Smart Home Planung nicht den Kopf über das „wie“ sondern nur was Du erreichen möchtest. Wenn Du dich an dieser Stelle schon auf das „wie“ fokussierst, also daran denkst, mit welcher Technik will ich die Themen umsetzen, dann nimmst Du dir selber ggf. Möglichkeiten. Vergleichbar ist das mit einem einfachen Beispiel:

Angenommen, Du planst einen Urlaub. Nun könntest Du Dir überlegen, dass Du in die Berge möchtest oder Du überlegst Dir, dass Du einen Urlaub mit dem Auto machen möchtest. Beides sind legitime Gedanken und beide würden auch einen Urlaub erreichen.

Der Unterschied ist jedoch, dass Du beim ersten Beispiel ein Ziel festlegst, beim zweiten Beispiel das „wie“ festlegst und dabei dann allerdings die Ziele einschränkst, da Du Dich auf die Ziele begrenzt, die nur mit dem Auto zu erreichen sind. Ich hoffe, dass ist so verständlich rüber gekommen.

Deswegen gehe lieber von Deinem Ziel aus, und teile diese hinterher in Teilziele auf, die Du dann schrittweise oder im Ganzen umsetzen willst. Dabei kannst Du dann auch festlegen:

  • Wer setzt den entsprechenden Teilschritt um
  • Wann wird der Teilschritt umgesetzt

Aber zu diesen Planungsschritten komme ich an anderer Stelle.

Nun aber wollen wir Deine Vision Deines Smart Home skizzieren.

Smart Home Automatisierungen sind sehr komplex. 

Was wollen wir erreichen? In diesem Schritt der Planung sollst Du genau festhalten, was Du in Deinem Smart Home umsetzen möchtest. Welche Funktionen sind Dir wichtig? Aber mach Dir auch ganz bewusst klar, auf welche Funktionen möchtest Du verzichten? 

Wie schon früher erwähnt, kann ich Dir empfehlen, Deinen Tagesablauf gedanklich durchzuspielen. fange direkt morgens an und gehe alle Schritte Deines Alltags einmal durch. Um dich durch diesen Schritt strukturiert durchzuführen, gibt es vom IGT Institut (Institut für Gebäudetechnologie) den Fragebogen „Smart Home & Smart Office“. Das IGT-Institut (www.igt-institut.de) ist eines der führenden Deutschen Einrichtungen für eine qualifizierte Ausbildung von Fachkräften im Rahmen der Gebäudeautomation. Zitat aus der Webseite:

„Wir sind ein unabhängiges Institut im Umfeld energieeffizienter Gebäude mit dem Fokus auf Gebäudeautomation und Energiemanagement“

Hier kannst Du dir den Fragebogen direkt herunterladen

In diesem Fragebogen werden nacheinander die Bereiche der Gebäudeautomation behandelt. Es werden einzelne Funktionen aufgelistet, bei denen Du für Dich entscheiden kannst, welche Gewichtung Du ihnen geben möchtest. Du hast per Ankreuzfeld die Möglichkeit „Stimme voll zu“, „Neutral“ oder „stimme überhaupt nicht zu“ auszuwählen. Hier wären aus meiner Erfahrung 4 Ankreuzfelder besser geeignet, um bei „Neutral“ eine Tendenz in die eine oder andere Richtung festzulegen.Aber der Fragebogen gibt einen sehr guten Überblick an dem Du Dich sehr gut entlangarbeiten kannst.

Gehe also die einzelnen Bereiche 

  • Heizung
  • Lüftung
  • Beleuchtung
  • Verschattung
  • Kühlung
  • Sicherheit

durch. Treffe dort Deine Entscheidung und notiere in den vorhandenen Feldern, für welche Räume ggf. diese Funktionen für Dich relevant sind. 

Schaue Dir danach noch den Bereich „Weiteres“ an. Hier findest Du Hinweise, die nicht in die Rubriken der anderen Kategorien hineinpassen oder übergeordnete Funktionen beschreiben.

Meiner Meinung nach, wären viele der Funktionen, die dort beschrieben sind, aber elementar für ein Smart Home. Bspw. Funktionen wie Zentraltaster zum Abschalten aller Verbraucher beim Verlassen der Wohnung oder „Funktionen, wie z. B. „Gute Nacht““ gehören zu einer Grundausstattung eines Smart Home. Aber: Das entscheidest Du für Deinen Fall alleine.

Nach Ausfüllen dieses Fragebogens bist Du ein gutes Stück weiter. Im nächsten Schritt wird es dann darum gehen, diesen Fragebogen auszuwerten, zu konkretisieren in ein Anforderungsheft (Lastenheft) zu formulieren oder in Arbeitspakete aufzuteilen, zu denen Du festlegst, wer die Aufgaben wann und wie umsetzen soll. Daraus resultiert dann auch der Finanzbedarf bzw. der Bedarf der weiteren Ressourcen. Welche Schritte nachfolgend erforderlich sind, hängt von der Größe des Vorhabens ab. Wenn Du nur eine kleine Änderung vorhast, die Du selber überschauen kannst, dann genügt es ggf. Dir eine Einkaufsliste an benötigten Teilen zu schreiben, diese zu kaufen und die Installation durchzuführen oder das zu beauftragen. Bei kompletten Installationen mit verschiedenen Gewerken (Elektro, Heizungsbau, Fenster Türen, Sanitär…) kann es schon sehr komplex werden. Hier ist eine genaue Planung und Koordination Grundvoraussetzung um nicht unnötig Zeit oder Geld zu investieren.

Wenn Du bei dieser Größenordnung von Projekten nicht wirklich firm bist, dann nimm Dir einen Smart Home Berater als Experten zur Seite. Er hilft Dir bei den weiteren Planungsschritten, beim Definieren von Lastenheften oder anderen Auftragsanforderungen, bei der Auswahl von Systemen und auch bei den Verhandlungen mit anderen Gewerken. Wie ein Bauträger kann er auch als Generalunternehmer Dein gewünschtes Smart Home umsetzen. Das liegt bei Dir.

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